03.02.2020

Annett Göhre begeistert Augsburg - FÜR IMMER

Vergangenen Freitag feierte unsere Ballettdirektorin Annett Göhre als Gastchoreografin am Staatstheater Augsburg mit ihrer  Choreografie Für immer einen großen Erfolg. Sie war Teil eines Ballettabends mit Tanzstücken von sieben renommierten Choreografen mit dem Titel Made for Two. Beim Publikum und in der Presse hinterließ besonders Annett Göhres ausdrucksstarkes Zweipersonen-Seelendrama einen begeisterten Eindruck. Hier zwei Presse-Rezensionen.

A Kultur - Feuilleton von Augsburg am 2. Februar 2020 in: 
"Nach sieben Kurzchoreografien wartete man immer noch auf das wirklich Besondere, das diesem Tanzabend auch vom Charakter einer Mini-Gala befreien würde. Mit der Uraufführung Für Immer von Annett Göhre wurde man auch endlich fündig. [...] Hier offenbarte sich die immer wieder erstaunliche künstlerische Qualität, die zeitgenössischer Tanz haben kann und haben sollte! In Göhres Tanzduo ist kongenial all das verdichtet, was eine Choreografie zum Kunstwerk macht: die präzise ausbalancierte Mischung von Emotion, Spannung, Sinnlichkeit und tänzerischer Persönlichkeit samt kluger Dramaturgie. Wie schön wäre es, zeitnah auch ein abendfüllendes Werk von dieser großartigen, mehrfach ausgezeichneten Choreografin zu erleben, die seit fünf Jahren als Ballettdirektorin am Theater Plauen/Zwickau engagiert ist."

Augsburger Allgemeine vom 1. Februar 2020:
" Doch dann gibt es in diesem kurzweiligen Programm jene zehn Minuten, die einen aus diesem gefälligen Arrangement herausreißen und zutiefst berühren: Eine Frau (Emily Yetta Wohl) und ein Mann (Alessio Pirrone) fangen Feuer. Zuerst finden sich nur ihre Hände, umschlingen sich, immer und immer wieder bis sie zu den Klängen von Nils Frahms Says dahinschweben – behutsam, synchron, innig. Selten sah man den Überschwang der Liebe so betörend vertanzt wie in Annett Göhres Für immer. Bis sich ganz unterschwellig die Entfremdung einschleicht in diese Beziehung: Hier ein Griff ins Leere, dort ein Abwenden des Kopfes, schneller und ruppiger werdenden Bewegungen und schließlich die offene Ablehnung und die Ratlosigkeit, wie es so weit kommen konnte. Für immer ist der bleibende Eindruck, dieses im Ganzen vergnüglichen Abends in der Brechtbühne."