14.11.2021

Zwei mal zwei gleich vier – Das 3. Sinfoniekonzert im Rückblick

Zwei mal zwei – so das Motto unseres 3. Sinfoniekonzerts – ergibt bekanntlich 4. Und so begeisterten die Clara-Schumann-Philharmoniker in dieser Woche  mit vier Konzerten in der Neuen Welt und im Vogtlandtheater. Auf dem Programm standen dabei – natürlich! - vier Werke. Zwei Werke für Violine und Orchester, zwei für Orchester allein. Also vier. Zwei Werke des Frühromantikers Franz Schubert, zwei russischer Komponisten, die den Grundstein ihrer Weltkarriere im Westen gelegt haben. Wieder vier. Und zwei von der Wiener Klassik inspirierte Werke trafen auf zwei Kompositionen des frühen 20. Jahrhunderts. Auch hier zwei Mal zwei. Wie  man es also auch dreht und wendet – das Motto des Konzerts wurde voll und ganz erfüllt. Dabei ist die Kette an Zusammenstellungen, bei denen jeweils zwei Werke einer anderen Zweierkonstellation in diesem Konzertprogramm gegenübergestellt werden, noch lange nicht zu Ende.
Erfüllt wurden vor allem aber auch alle musikalischen Wünsche der Zuschauer*innen. Von einer vitalen und frischen Interpretation der 3. Sinfonie von Franz Schubert mit Anklängen an einen Ausflug in ein Wiener Heurigen-Lokal bis zum noblen Streicherklang in Igor Stravinskys Ballettmusik Apollon Musagète wussten die Musiker*innen der Clara-Schumann-Philharmoniker unter der musikalischen Leitung von GMD Leo Siberski das Publikum für vier spannende Interpretationen von Werken der frühen Romantik und der klassischen Moderne für sich einzunehmen.
Begeistern konnte vor allem die erst 19jährige Solistin Mira Foron, die sowohl für Schuberts Rondo für Solovioline und Streicher A-Dur als auch für Sergej Prokofievs Violinkonzert Nr. 2  g-moll zu ihrem Instrument griff und mit ihren Interpretationen bewies, dass sie nicht umsonst als eine der talentiertesten Musiker*innen ihrer Generation gilt. Ihr Spiel war in diesem komplexen Werk des 20. Jahrhunderts von technischer Brillanz ebenso geprägt wie von einer Interpretation, die lyrische Ruhepunkte und vorwärtsdrängende Tonskalen gekonnt miteinander zu verbinden wusste.