05.11.2018

Wenn Liebe berührt

Am Sonntag gaben Sopranistin Marija Mitić und ihre Pianistin Yoko Sunagawa (Dresden) ein erlesenes Programm mit leider nur selten interpretierten Liedern über die Liebe, die unter die Haut gingen: Es erklangen Lieder von Debussy, Grieg, Rachmaninov, Schubert und zeitgenössischen serbischen Komponisten. Die frei und funkelnd strömende Sopranstimme von Marija Mitić durchlebte und durchbebte die melancholisch-leidenschaftlichen Gesänge mit verinnerlichter Nuancierkunst, getragen von der subtil perlenden Begleitung durch Yoko Sunagawa. Die zahlreichen Zuschauer lauschten gebannt, wie die Sopranistin z. B. mit müheloser Virtuosität die vor schierer Schönheit strotzenden Deutschen Lieder von Edvard Grieg ins Gedächtnis zurückrief oder mit Charme und Humor die Lieder moderierte. Höhepunkt des Abends waren die zeitgenössischen Lieder auf serbische Volksdichtungen, die, wie das Lied Durst ihres Ehemannes, Marija Mitić auf den Leib komponiert waren und neue musikalische Entdeckungen boten.