05.11.2018

Ovationen für Tschaikovsky

Am vergangenen Freitag begeisterte die erste Composer’s Night des Philharmonischen Orchesters Plauen-Zwickau im Vogtlandtheater sein Publikum. Das gut dreieinhalbstündige Konzert war dem russischen Komponisten Peter I. Tschaikovsky gewidmet, von dem sowohl bekannte als auch unbekannte Werke auf dem Programm standen. Zu Standing Ovations riss der koreanische Pianist Jeung Beum Sohn die Zuhörer mit seiner Interpretation des 1. Klavierkonzerts hin. Mit großem Elan, rhythmisch prägnant und mit einer brillanten Technik, die es ihm erlaubte, neue Farben und Schattierungen in dem Werk zu entdecken, entfesselte der junge Pianist ein wahres Feuerwerk auf seinem Instrument. Wie in diesem Werk ließ GMD Leo Siberski schon die im ersten Block des Konzerts erklingenden Auszüge aus dem Ballett Der Nussknacker und die Ouvertüre zu Tschaikovskys erster Oper Der Wojewode sein Orchester leuchten und erwies sich als klangintensiver Interpret Tschaikovskys. Mit rhythmischem Klatschen feierte das Publikum das Orchester für seine das Konzert beschließende emotionale Interpretation der 6. Sinfonie – Pathétique Tschaikovskys und dankte damit den Musikern auch für die großartigen Leistungen aller Instrumentengruppen in diesem außergewöhnlichen Konzert, in dem sowohl die Streicher mit leuchtendem Klang als auch die Bläser mit ihrem nuancierten Einsatz zu begeistern wussten. Zwischen den einzelnen Werken lauschte das Publikum den von Julia Hell, Marcel Kaiser und vor allem Peter Princz vorgetragenen Texten aus den Tagebüchern und Briefen sowie den Aufzeichnungen von Zeitgenossen des Komponisten, die zusammengenommen einen Einblick in Tschaikovskys Denken und Fühlen erlaubten. Schlangen bildeten sich in den Pausen im Foyer, wo man russische Spezialitäten wie Borschtsch und Blini genießen konnte. Am 8. November ist dieses Konzertevent noch einmal in der Neuen Welt in Zwickau zu erleben.