06.05.2019

Erfolg mit konzertanter AIDA-Premiere

Die Premiere von Aida, die kurzfristig wegen der Erkrankung zweier Hauptdarsteller*innen abgesagt und durch eine konzertante Aufführung ersetzt werden musste, ging am Samstagabend dennoch sehr erfolgreich über die Bühne. Das Publikum quittierte die Leistung von Solistenensemble, Opern- und Extrachor des Theaters, Singakademie Plauen, Projektchor der Produktion und Orchester mit stehenden Ovationen. Neben den Musiker*innen des Philharmonischen Orchesters in klassischer Orchestergraben-Position übernahmen die zahlreichen Einsätze der Bühnenmusik sowie die Aida-Trompeten im Triumphmarsch Schüler*innen der Konservatorien aus Plauen, Zwickau und Reichenbach. Die musikalischen Feinheiten und Klangfarben aus Verdis Partitur standen in der Vorstellung für die Zuhörer*innen somit ganz im Mittelpunkt. Die Partien von Aida und Radamès hatten die Gäste Camila Ribero-Souza (Nationaltheater Weimar) sowie Valeriy Georgiev (Bulgarien) übernommen und mit minimaler Probenzeit souverän interpretiert. Viel Applaus bekam auch Ensemblemitglied Johanna Brault für ihre beeindruckende Gestaltung der ägyptischen Königstochter Amneris. Leo Siberski, der die Aufführung vom Pult aus zu einem bewegenden Ereignis werden ließ, lobte im anschließenden Premierenempfang die Zusammenarbeit von professionellen und nicht-professionellen Musiker*innen. Die an diesem Abend noch nicht mögliche szenische Umsetzung fehlte dennoch allen Mitwirkenden und dem Publikum. Intendant Roland May dankte allen Beteiligten auf und hinter der Bühne für ihren flexiblen Einsatz und versprach, das Theater werde alles dafür tun, die szenische Premiere bald nachzuholen. Als Ziel für einen Termin nannte er die nächste geplante Vorstellung am Sonntag, 12. Mai. Ob dies jedoch gehalten werden kann, ist noch fraglich, weil die Planung von der Genesung der erkrankten Solist*innen und den benötigten szenischen Proben abhängt. Alle interessierten Besucher*innen werden weiterhin auf dem Laufenden gehalten.