03.07.2019

Begeisternde Zauberflöte im Parktheater

Kaum war bei der gestrigen Premiere der letzte Akkord der Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart verklungen, da sprang das begeisterte Publikum im Parktheater in Plauen auch schon auf, um allen Mitwirkenden mit langanhaltendem Beifall für eine stimmungsvolle Aufführung zu danken. Über drei Stunden ließen sich die Zuschauer von Jürgen Pöckels in einer persischen Märchenwelt angesiedelter Inszenierung verzaubern. Andrea Hölzl hatte für die kurzweilige Geschichte, des Prinzen Tamino, der von der Königin der Nacht ausgesandt wird, ihre Tochter Pamina aus den Händen Sarastros zu befreien und in ihr nach einer Vielzahl von Prüfungen schließlich die Liebe seines Lebens findet, einen abwechslungsreichen Raum und prachtvolle Kostüme geschaffen, die eine schnelle Szenenfolge zuließen. Zu den Höhepunkten gehörten neben den vielen pyrotechnischen Effekten der Rethra FeuerCrew, die neben einer Bauchtänzerin auf dem Gelände der Parkbühne schon im Vorprogramm auf das folgende Spektakel einstimmten, auch die aus Dresden entliehene vollbewegliche Theaterplastik eines Elefanten, den Eva Radt als Abschlussarbeit an der dortigen Hochschule für bildende Künste geschaffen hatte.
Überzeugend geriet auch die musikalische Seite des Abends: Vor allem Sebastian Seitz als munterer Papageno, Natalia Ulasevych als seine wandlungsfähige Papagena und Ani Taniguchi als höhensichere Königin der Nacht rissen schon während der Vorstellung das Publikum immer wieder zu Begeisterungsstürmen hin. Christina Maria Heuel überzeugte als anrührende Pamina. Sie gab an diesem Abend ebenso ihr Rollendebüt wie André Gass erstmals als strahlender Tamino zu erleben war. In den Schlussapplaus mit einbezogen wurden auch das Philharmonische Orchester unter der musikalischen Leitung des Ersten Kappellmeisters Vladimir Yaskorski für ihre schlanke und spannungsvolle Mozart-Interpretation.