13.01.2020

Theater Plauen-Zwickau solidarisiert sich mit der Herkuleskeule

Vergangenen Samstag gab es am Kabaretttheater Herkuleskeule in Dresden einen offensichtlich rassistisch motivierten Übergriff während einer Vorstellung. Nach Medienangaben besuchte eine Gruppe polizeibekannter Störer aus Cottbus die Vorstellung und störte sie durch ausländerfeindliche Zwischenrufe. Die Schauspieler unterbrachen die Veranstaltung daraufhin und stellten die Störer zur Rede. Daraufhin wurde einer der Darsteller von einer Person aus der Gruppe mit einem Bierglas beworfen und am Kopf getroffen. Glücklicherweise blieb er unverletzt. Das Leitungsteam des Theaters Plauen-Zwickau verurteilte nun in einem Schreiben an den Intendanten und die Belegschaft der Herkuleskeule die Tat und solidarisierte sich mit dem Ensemble. "Wir sind geschockt von so viel Dreistigkeit, die einen Angriff auf die Freiheit der Kunst und die Würde des Menschen bedeutet. Wir verurteilen diesen Angriff auf das Schärfste, versichern dem gesamten Ensemble unsere Solidarität und wünschen Ihnen viel Kraft, das Geschehene aufzuarbeiten und weiterhin viele mutige Kabarettprogramme.", heißt es in dem Brief.

Intendant Philipp Schaller bedankte sich umgehend und schrieb: "In unserem Ensemble herrscht einerseits Fassungslosigkeit, und andererseits wissen wir, dass das, was bei uns passiert ist, nur ein Bild der gegenwärtigen Situation in Deutschland ist. Jeden Tag werden Menschen angegriffen, beleidigt und bedroht - Menschen, die mutiger sind als wir, die wir nur öffentlich unsere Meinung sagen. Umso wichtiger ist es, dass sich Theater und Künstler untereinander und mit allen Menschen, die den Mund aufmachen gegen Hetze und Diskriminierung, solidarisieren."