Miyu Fukagawa  ¬ Vincenzo Vitanza <br /> 
©zenna.de
zurück
Max Pechstein: Arbeiten! Rausch! Gehirn Zerschmettern! (UA)
Tanzstück von Annett Göhre über Max Pechstein ¬ Musik von Béla Bartók, Max Reger, Bryan Ferry u. a. ¬ ab 14 Jahren

Besetzung

Choreografie Annett Göhre 
Bühne Mireia Vila Soriano 
Kostüme Leah Lichtwitz  
Dramaturgie Hanna Kneißler  

Pechstein 1 Vincenzo Vitanza 
Pechstein 2 Jeaho Shin 
Pechstein 3 Elliot Bourke 
Gerbig, Pechsteins Freund Juan Bockamp 
Sehnsucht Jens Weber 
1. Frau Pechsteins Judith Bohlen 
2. Frau Pechsteins Nicole Stroh 
Mädchen Miyu Fukagawa 
Bildfiguren, Gesellschaft, Sehnsuchtsbegleiter
Judith Bohlen ¬ Miyu Fukagawa ¬ Shahnee Page ¬ Justine Rouquart ¬ Nicole StrohJuan Bockamp ¬ Elliot Bourke ¬ Jeaho Shin ¬ Vincenzo Vitanza 


Spieldauer ca. 70 Minuten ohne Pause

Zum Stück

Aufgewachsen in einer Zeit der immer rasanteren sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen, versuchte Max Pechstein, mit seiner Kunst ein neues Verhältnis zur Natur finden. Der 1881 in Zwickau geborene Maler hatte ein wechselhaftes Schicksal: Nach seinem Studium gehörte er zur Dresdner Künstlervereinigung Brücke; 1914 reiste er in die Südsee, die für ihn zeitlebens ein paradiesischer Sehnsuchtsort blieb. Anschließend führen seine Spuren auf die Schlachtfelder des Ersten Weltkriegs. All diese Erfahrungen finden Niederschlag in seinen Arbeiten. Schon früh lösten Pechsteins Bilder emotionale Reaktionen aus, die teilweise in der Zerstörung seiner Werke gipfelten. Weitere Bilder verbrannten 1944 bei Bombenangriffen. Erst nach Kriegsende wurde der 1933 als „entarteter Künstler“ mit einem Ausstellungsverbot belegte Pechstein rehabilitiert.
In ihrem neuen Tanzabend entwickelt Ballettdirektorin Annett Göhre anhand von Pechsteins Schaffen eine Hommage an eine Generation, die ihre Kunst bewusst gesellschaftlichen Konventionen entgegengestellt hat. Max Pechstein liebte das Tanzen; in vielen seiner Gemälde fing er die Bewegungsabläufe von Handwerkern, Ballett- und Varietétänzern oder Akrobaten ein. In Zusammenarbeit mit dem Pechstein-Museum Zwickau, das derzeit eine Ausstellung zum Thema „Tanz“ erarbeitet, kehrt die Choreografie diese in Form und Farbe gefasste Energie wieder in Bewegung um.

Presse

 Es gibt drei Tänzer als Max Pechstein, die sich begegnen, die tänzerisch kommunizieren, unterschiedliche Sicht- und Empfindungsweisen des Künstlers erfahrbar machen.

Tänzerisch sehr eindrücklich gibt’s ein Solo des einsamen Künstlers. […] Seine Bewegungen haben Momente der Brechung, der Unsicherheit – ein Mensch, dem der Boden unter den Füßen zu entgleiten scheint. Hier macht [Annett Göhre] eine klare Ansage im Hinblick auf die Gegenwart, auf geforderte Einschränkungen der Kunstfreiheit [durch] Projektionen: erschreckende Zitate aus Ungarn und Deutschland […]

 [Die] Spiegelung verführt in surreale Räume, eine nicht zu begrenzende Tiefe. Das Publikum ist mit hineingenommen in die Bildassoziation, in die Intensität eines […] sensiblen Kammerstücks.

Sonst fügen sich [die] ausgewählten Farben und Stile, auch die der Kostüme […], die Stimmung und Klänge, gut zu denen des Tanzes, die die Aspekte der Biografie Pechsteins in choreografischen Bildern in vielen Formen der Dialoge spiegeln.

Eine kleine Company, 11 Tänzerinnen und Tänzer, die sich mit Erfolg einer großen Herausforderung stellen.

MDR Kultur, 05.11.2018
-eC3Vi9_DI8
Aufgewachsen in einer Zeit der immer rasanteren sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen, versuchte Max Pechstein, mit seiner Kunst ein neues Verhältnis zur Natur finden. Der 1881 in Zwickau geborene Maler hatte ein wechselhaftes Schicksal: Nach seinem Studium gehörte er zur Dresdner Künstlervereinigung Brücke; 1914 reiste er in die Südsee, die für ihn zeitlebens ein paradiesischer Sehnsuchtsort blieb. Anschließend führen seine Spuren auf die Schlachtfelder des Ersten Weltkriegs. All diese Erfahrungen finden Niederschlag in seinen Arbeiten. Schon früh lösten Pechsteins Bilder emotionale Reaktionen aus, die teilweise in der Zerstörung seiner Werke gipfelten. Weitere Bilder verbrannten 1944 bei Bombenangriffen. Erst nach Kriegsende wurde der 1933 als „entarteter Künstler“ mit einem Ausstellungsverbot belegte Pechstein rehabilitiert.
In ihrem neuen Tanzabend entwickelt Ballettdirektorin Annett Göhre anhand von Pechsteins Schaffen eine Hommage an eine Generation, die ihre Kunst bewusst gesellschaftlichen Konventionen entgegengestellt hat. Max Pechstein liebte das Tanzen; in vielen seiner Gemälde fing er die Bewegungsabläufe von Handwerkern, Ballett- und Varietétänzern oder Akrobaten ein. In Zusammenarbeit mit dem Pechstein-Museum Zwickau, das derzeit eine Ausstellung zum Thema „Tanz“ erarbeitet, kehrt die Choreografie diese in Form und Farbe gefasste Energie wieder in Bewegung um.
Choreografie Annett Göhre 
Bühne Mireia Vila Soriano 
Kostüme Leah Lichtwitz  
Dramaturgie Hanna Kneißler  

Pechstein 1 Vincenzo Vitanza 
Pechstein 2 Jeaho Shin 
Pechstein 3 Elliot Bourke 
Gerbig, Pechsteins Freund Juan Bockamp 
Sehnsucht Jens Weber 
1. Frau Pechsteins Judith Bohlen 
2. Frau Pechsteins Nicole Stroh 
Mädchen Miyu Fukagawa 
Bildfiguren, Gesellschaft, Sehnsuchtsbegleiter
Judith Bohlen ¬ Miyu Fukagawa ¬ Shahnee Page ¬ Justine Rouquart ¬ Nicole StrohJuan Bockamp ¬ Elliot Bourke ¬ Jeaho Shin ¬ Vincenzo Vitanza 


Spieldauer ca. 70 Minuten ohne Pause
 Es gibt drei Tänzer als Max Pechstein, die sich begegnen, die tänzerisch kommunizieren, unterschiedliche Sicht- und Empfindungsweisen des Künstlers erfahrbar machen.

Tänzerisch sehr eindrücklich gibt’s ein Solo des einsamen Künstlers. […] Seine Bewegungen haben Momente der Brechung, der Unsicherheit – ein Mensch, dem der Boden unter den Füßen zu entgleiten scheint. Hier macht [Annett Göhre] eine klare Ansage im Hinblick auf die Gegenwart, auf geforderte Einschränkungen der Kunstfreiheit [durch] Projektionen: erschreckende Zitate aus Ungarn und Deutschland […]

 [Die] Spiegelung verführt in surreale Räume, eine nicht zu begrenzende Tiefe. Das Publikum ist mit hineingenommen in die Bildassoziation, in die Intensität eines […] sensiblen Kammerstücks.

Sonst fügen sich [die] ausgewählten Farben und Stile, auch die der Kostüme […], die Stimmung und Klänge, gut zu denen des Tanzes, die die Aspekte der Biografie Pechsteins in choreografischen Bildern in vielen Formen der Dialoge spiegeln.

Eine kleine Company, 11 Tänzerinnen und Tänzer, die sich mit Erfolg einer großen Herausforderung stellen.

MDR Kultur, 05.11.2018