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Johannes Brahms - Klavierkonzert Nr. 2
Stream mit Solist Frank Dupree

Besetzung

Solist Frank Dupree, Klavier
Dirigent GMD Leo Siberski 
Clara-Schumann-Philharmoniker Plauen-Zwickau

Zum Stück

Eigentlich hätte Frank Dupree seit dem Frühjahr 2020 Brahms, Bartók und Stravinsky dirigiert und Beethovens 4. Klavierkonzert vom Flügel aus geleitet – und das nur mit den Clara-Schumann-Philharmonikern: Die Zeit als Artist in Residence am Theater Plauen-Zwickau wurde für den Preisträger internationaler Wettbewerbe und Play-Direct-Spezialisten durch den Lockdown jäh abgebrochen. Bald wieder gemeinsam zu arbeiten, war das erklärte Ziel von ihm, aber auch GMD Leo Siberski und unserem Orchester. Und so begann eine Aufnahme-Session im Vogtlandtheater...

Mit dem 2. Klavierkonzert B-Dur op. 83 von Johannes Brahms hatte der Ausnahmepianist bereits im Herbst 2019 seinem Publikum in Plauen und Zwickau den Atem geraubt. Das Konzert folgt dem ungeschriebenen Gesetz "Gegensätze ziehen sich an". So komplex Soloinstrument und Orchester sich im Kopfsatz ineinander verschlingen ("eine Sinfonie mit obligatem Klavier" – Eduard Hanslick), so eindeutig gibt das Klavier im tänzerischen Finale den Ton an. Brahms verpasste ihm eine folkloristische Tracht mit charakteristischen Rhythmen voller Synkopen und Akzente.
Die Entscheidung für Brahms ist kein Zufall: Die Namenspatronin der Clara-Schumann-Philharmoniker und der junge Komponist inspirierten sich zeitlebens gegenseitig. So gilt auch die Kantilene des Solocellos im Andante als Reminiszenz auf Clara Schumanns Klavierkonzert als sicher. Pure Akrobatik wird vom Solisten – besonders im Scherzo – verlangt, da das Klavier häufig die diversen Spieltechniken eines ganzen Orchesters imitiert, was zu vollgriffigen Sprüngen, Trillerketten und tosenden Arpeggien führt. Für eine entbehrungsreiche Zeit in puncto Kunstgenuss scheint es jedenfalls das richtige Werk zu sein – scherzte doch schon Hugo Wolf 1884: "Wer dieses Klavierkonzert mit Appetit verschlucken konnte, darf ruhig einer Hungersnot entgegensehen."
 
https://www.youtube.com/watch?v=
Eigentlich hätte Frank Dupree seit dem Frühjahr 2020 Brahms, Bartók und Stravinsky dirigiert und Beethovens 4. Klavierkonzert vom Flügel aus geleitet – und das nur mit den Clara-Schumann-Philharmonikern: Die Zeit als Artist in Residence am Theater Plauen-Zwickau wurde für den Preisträger internationaler Wettbewerbe und Play-Direct-Spezialisten durch den Lockdown jäh abgebrochen. Bald wieder gemeinsam zu arbeiten, war das erklärte Ziel von ihm, aber auch GMD Leo Siberski und unserem Orchester. Und so begann eine Aufnahme-Session im Vogtlandtheater...

Mit dem 2. Klavierkonzert B-Dur op. 83 von Johannes Brahms hatte der Ausnahmepianist bereits im Herbst 2019 seinem Publikum in Plauen und Zwickau den Atem geraubt. Das Konzert folgt dem ungeschriebenen Gesetz "Gegensätze ziehen sich an". So komplex Soloinstrument und Orchester sich im Kopfsatz ineinander verschlingen ("eine Sinfonie mit obligatem Klavier" – Eduard Hanslick), so eindeutig gibt das Klavier im tänzerischen Finale den Ton an. Brahms verpasste ihm eine folkloristische Tracht mit charakteristischen Rhythmen voller Synkopen und Akzente.
Die Entscheidung für Brahms ist kein Zufall: Die Namenspatronin der Clara-Schumann-Philharmoniker und der junge Komponist inspirierten sich zeitlebens gegenseitig. So gilt auch die Kantilene des Solocellos im Andante als Reminiszenz auf Clara Schumanns Klavierkonzert als sicher. Pure Akrobatik wird vom Solisten – besonders im Scherzo – verlangt, da das Klavier häufig die diversen Spieltechniken eines ganzen Orchesters imitiert, was zu vollgriffigen Sprüngen, Trillerketten und tosenden Arpeggien führt. Für eine entbehrungsreiche Zeit in puncto Kunstgenuss scheint es jedenfalls das richtige Werk zu sein – scherzte doch schon Hugo Wolf 1884: "Wer dieses Klavierkonzert mit Appetit verschlucken konnte, darf ruhig einer Hungersnot entgegensehen."
 
Solist Frank Dupree, Klavier
Dirigent GMD Leo Siberski 
Clara-Schumann-Philharmoniker Plauen-Zwickau