Die Komponistin Emilie Mayer war zu ihrer Zeit sehr bekannt und erfolgreich. Sie schrieb viele verschiedene Werke. Zu ihren berühmtesten Kompositionen gehört die Faust-Ouvertüre. Dieses Werk ist weniger eine Tondichtung, sondern eher ein Stück, das vom Thema angeregt ist. Die Musik ist kraftvoll und voller Ideen.
Ein direkter Bezug zum Inhalt von „Faust“ findet sich nur am Ende: Die Wendung nach Dur deutet auf Gretchens Erlösung hin.
Das „Konzert C-Dur für Pianoforte, Violine und Violoncello mit Begleitung des Orchesters“ nennt man kurz Tripelkonzert. Es ist ein ungewöhnliches Werk von Ludwig van Beethoven. Bei der Uraufführung war das Publikum eher zurückhaltend. Heute schätzt man den Ideenreichtum des Werkes. Besonders wichtig sind die feinen harmonischen und rhythmischen Details.
Sehr bewundert wird auch, wie Beethoven die Aufgaben zwischen den drei Soloinstrumenten und dem Orchester verteilt. Er beachtet dabei die besondere Klangfarbe jedes Instruments.
Johannes Brahms hatte großen Respekt vor Beethoven. Er schrieb an den Dirigenten Hermann Levi, er werde nie eine Symphonie komponieren. Er sagte, man fühle sich, als ob ein „Riese“ – damit meinte er Beethoven – immer hinter einem herläuft. Beethoven war für Brahms Vorbild und Anstoß zugleich.
Brahms arbeitete lange an seiner 1. Sinfonie. Clara Schumann war begeistert und schrieb, die Sinfonie sei wunderbar großartig und völlig überwältigend.