Johann Wolfgang von Goethe schrieb die Gedichte „Meeresstille“ und „Glückliche Fahrt“. Darin beschreibt er schlimme Stürme auf dem Meer, aber auch die gefährliche Windstille. Felix Mendelssohn Bartholdy setzte diese Gegensätze in Musik um.
Man hört in seiner Komposition, wie sich die Wellen langsam in Bewegung setzen. Die Angst löst sich, und am Ende kommt das Schiff gut ans Ziel.
Mozarts Klavierkonzert Nr. 9 in Es-Dur trägt den Beinamen „Jenamy“ (früher „Jeunehomme“).
Der Name geht wahrscheinlich auf eine Pianistin zurück, die Mozart 1773 in Wien traf: Louise Victoire Jenamy. Sie war die Tochter eines berühmten Choreographen. Schon der Anfang des ersten Satzes „Allegro“ ist sehr ungewöhnlich. Der langsame Satz „Andantino“ ist wie eine große Klage gestaltet. Der dritte Satz „Presto“ ist sehr schnell und voller fröhlicher Lebendigkeit.
Dmitri Schostakowitsch nannte seine 5. Sinfonie ein autobiografisches Werk. Sie ist seine Antwort auf die Vorwürfe der sowjetischen Kulturpolitik, er schreibe „formalistische“ Musik.
Der Prawda-Artikel „Chaos statt Musik“ griff ihn stark an. Mit der Sinfonie entschied Schostakowitsch, seinen eigenen Weg zu gehen. Er knüpft an Vorbilder wie Beethoven, Tschaikowsky und Mahler an. Die Form bleibt klassisch, aber die musikalische Sprache ist sehr persönlich.
Im ersten Satz „Moderato“ hört man ein inneres Drama von Trauer und Klage. Der zweite Satz „Allegretto“ ist ein tiefgründiger Ländler. Der dritte Satz „Largo“ ist wie Kammermusik angelegt. Im Finalsatz „Allegro non troppo“ spielt er auf das Gedicht „Wiedergeburt“ von Alexander Puschkin an.
Die Sinfonie wurde beim Publikum ein großer Erfolg.