© Tibet Theatre
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Pah-Lak

Stück in tibetischer Sprache von Abhishek Majumdar
Fr
26
Mai
Fr 26 Mai | 19:30 Uhr
Gewandhaus
Zwickau
Sa
27
Mai
Sa 27 Mai | 19:30 Uhr
Vogtlandtheater
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In einem abgelegenen Dorf in Ost-Tibet lebt Deshar, eine selbstbewusste junge Frau, die sich für ein Leben als buddhistische Nonne entschieden hat. Zu ihrem Vater Tsering, dem ehemaligen Widerstandskämpfer, hat sie ein distanziertes Verhältnis und macht ihn für den Tod ihrer Mutter verantwortlich. Als sich die Nonnen gegen angeordnete Umerziehungsmaßnahmen wehren, wird das Kloster auf Anordnung des chinesischen Polizeioffiziers Deng geschlossen. Deshar verliert ihr letztes Stückchen Freiheit. Das Gefühl von Machtlosigkeit angesichts permanenter Unterdrückung bringt sie zu dem Entschluss, sich selbst anzuzünden. Dieser Akt äußerster Hoffnungslosigkeit ist die reinste Form des gewaltfreien Widerstands. Deshar reagiert auf die andauernden Gräueltaten mit Gewalt gegen sich selbst. Sie überlebt den Protest, ist jedoch schwer verletzt.

Deshars Akt der Auflehnung hallt im ganzen Land nach und zieht eine neue Form des Freiheitskampfes nach sich. Mit lebensverändernden Folgen für Deshar selbst, Deng und ihre Familien. Deng, der in Lhasa für die Zukunft der KPCh arbeitet, wird von seinen Vorgesetzten aufgefordert, Deshar zu verhören. Unter Druck soll die junge Frau gestehen, dass sie nicht aus eigenem Antrieb gehandelt hat. Sie soll zugeben, dass der Auftrag, sich selbst zu verbrennen, vom Dalai Lama aus dem indischen Exil gekommen sei. Als der Offizier erfährt, dass die Schule seiner Tochter von einem Mob angegriffen wurde und sein Kind seitdem verschwunden ist, lässt er Deshars Vater verhaften, um den Druck auf die Nonne zu erhöhen.

„Pah-Lak“ erzählt eindringlich von der ausweglosen Situation der Tibeter:innen in ihrem Heimatland. Die Zuschauer:innen begleiten Deshar in ihrer Entwicklung von einer unbeherrschten, jungen Nonne, bis hin zu einer selbstlosen Verfechterin der Gewaltlosigkeit.

Es geht um ihre Kämpfe, ihre Fragen und Zweifel gegenüber ihrer unterdrückten Identität und dem dahinterstehenden System.

Das Stück handelt außerdem von Deng, dem parteitreuen chinesischen Polizisten, der in Tibet stationiert ist. Es veranschaulicht, seinen persönlichen Kampf zwischen der Position als folgsamer Beamter und der des sorgenvollen Vaters.

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Besetzung

Eine Koproduktion des Tibet Theatre mit dem Tibetan Institute of Performing Arts aus Dharamsala/Indien in Kooperation mit der Tibet Initiative Deutschland, der Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft und den Ruhrfestspielen Recklinghausen.

Inszenierung Lhakpa Tsering und Harry Fuhrmann
Bühne Timo Dentler und Okarina Peter
MusikTibetische Oper sowie Musik von Tenzin Passang und Nyima Dhondup (TIPA)
Sprache Tibetisch, deutsche Übertitel

 

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Mai
Fr 26 Mai | 19:30 Uhr
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Sa 27 Mai | 19:30 Uhr
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