Mario Gremlich, Philipp Andriotis
©André Leischner Mario Gremlich, Philipp Andriotis
©André Leischner

Ein Volksfeind

Schauspiel in fünf Akten von Henrik Ibsen | Aus dem Norwegischen von Bernhard Schulze | Bearbeitet von Reinhard Göber
Sa
20
Apr
Sa 20 Apr | 19:30 Uhr

Premiere

Vogtlandtheater
Plauen

Im Anschluss Premierenempfang
Sa
04
Mai
Sa 04 Mai | 19:30 Uhr
Vogtlandtheater
Plauen
Sa
11
Mai
Sa 11 Mai | 19:30 Uhr

Premiere

Gewandhaus
Zwickau

Im Anschluss Premierenempfang
Mi
15
Mai
Mi 15 Mai | 18:00 Uhr
Gewandhaus
Zwickau
Sa
01
Jun
Sa 01 Jun | 19:30 Uhr
Gewandhaus
Zwickau

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Die ganze Stadt ist voller Vorfreude. Die Wiedereröffnung des Kurbades steht vor der Tür. Die Heilquelle könnte einmal die wichtigste Lebensader der verschuldeten Stadt werden, den Wohnungsmarkt befördern und den Wert des Grundeigentums steigern. Schon jetzt habe die Arbeitslosigkeit in der Stadt stark abgenommen, schwärmt die Bürgermeisterin. Da macht ihr Bruder, der Kurarzt Doktor Stockmann, eine Entdeckung: Die Heilquelle ist durch Verunreinigungen toxisch belastet. Das Wasser ist eindeutig gesundheitsschädlich, es müsste eine Wasseraufbereitungsanlage gebaut werden. Doch seine Warnung stößt auf taube Ohren. Die Kurverwaltung fürchtet die enormen Mehrkosten und das Ausbleiben der Kurgäste im Fall einer Schließung des Kurbades: Stockmann soll zum Schweigen gebracht werden. Die Redaktion des „Volksboten“ möchte Stockmanns Bericht als Skandal an die Öffentlichkeit bringen, doch die Bürgermeisterin droht Stockmann mit der Kündigung seiner Kurarztstelle und die Bürgerversammlung erklärt ihn zum Volksfeind.

133 Jahre nach seiner deutschen Erstaufführung in Berlin ist „Ein Volksfeind“ aktuell wie nie: Macht kämpft gegen Recht, die „kompakte Majorität“ gegen den „Volksfeind“ Dr. Stockmann. Gefährdet wird bei diesem gesellschaftlichen „Russisch-Roulette“ die sensibelste Staatsform in unserer globalisierten Welt: Die Demokratie. Was passiert mit einer demokratischen Gesellschaft, wenn aus finanziellem Interesse wissenschaftliche Erkenntnisse als Fake News deklariert werden?
Der norwegische Dramatiker Henrik Ibsen wird für den Regisseur Reinhard Göber zur Projektionsfläche, um mit ihm seismographisch die individuellen und gesellschaftlichen Konflikte aufzuspüren, die im „Hier und Jetzt“ des 21. Jahrhunderts aktuell sind.

 

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Besetzung

Regie   Reinhard Göber  
Bühne und Kostüme   Johann Jörg  
Dramaturgie  Luise Curtius 
Regieassistenz   Elisa Ender 
Soufflage   Mariia Chechel 
Inspizienz   Vladimir Golubchyk 

Dr. Tomas Stockmann, Arzt   Daniel Koch 
Katrin Stockmann, seine Frau  Julia Hell 
Petra, ihre Tochter, Lehrerin  Sophie Hess 
Hedda und Helene, ihre Töchter Stella Michel Göber/Tessa Tavanti
Kiil, Katrin Stockmanns Pflegevater   Dieter Maas 
Silke Stockmann, Bürgermeisterin  Claudia Lüftenegger 
Hovstad, Redakteur des „Freien Volksboten“ Mario Gremlich
Billing, Mitarbeiter des „Freien Volksboten“  Philipp Andriotis
Aslaksen, Druckereibesitzerin  Ute Menzel 
 
Spieldauer 2 Stunden 20 Minuten, inklusive einer Pause
Aufführungsrechte henschel SCHAUSPIEL Theaterverlag Berlin


Plauen
16.04.,   18 Uhr Einführungssoiree, Löwel-Foyer
                19 Uhr öffentliche Probe, Vogtlandtheater

Zwickau
08.05.    18 Uhr Einführungssoiree, Haupt-Foyer
                19 Uhr öffentliche Probe, Gewandhaus

 

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