Auf dem Programm des chorsinfonischen Konzertes zum Buß- und Bettag steht die Kantate „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“ (BWV 12) - Johann Sebastian Bach komponierte sie kurz nach seiner Ernennung zum Konzertmeister der Weimarer Hofkapelle; später bearbeitete er Teile des 2. Satzes, um sie in der h-Moll-Messe zu verwenden.
Felix Mendelssohn Bartholdy Hymne „Hör mein Bitten“ steht in der Tradition der „Anthems“: Diese Psalmvertonung entstand 1844 für Solo-Sopran, Chor und Orchester und wurde Anfang 1847 für Orchester instrumentiert.
Psalmen sind auch für Antonín Dvořák die textliche Quelle für seine 1894 entstandenen „Biblischen Lieder“: Aus dem 10 Lieder umfassenden Zyklus erklingen die Nummern 3, 4 und 5.
17 Jahre zuvor hatte Dvořák in tiefem Schmerz um seine verstorbenen Kinder das „Stabat mater“ vollendet, das auf Betreiben von Johannes Brahms veröffentlicht wurde; im Konzert erklingt der 2. Satz „Quis est homo, qui non fleret“.
Das Orgelkonzert Nr. 1 in C-Dur gehört zu den frühen Kompositionen Joseph Haydns – es entstand vermutlich in den 1750er Jahren, als Haydn noch als Organist tätig war.
Das Requiem Wolfgang Amadeus Mozarts ist seine letzte Komposition – und um seine Entstehung ranken sich zahlreiche Mythen und Legenden! Das „Lacrimosa“ gehört zu den bekanntesten und zugleich tief bewegenden Ausschnitten aus dem Requiem. Die Motette „Ave verum corpus“ gehört ebenfalls zu den letzten Werken Mozarts – sie wurde im Juni 1791 vollendet, vermutlich für einen Fronleichnamsgottesdienst in Baden bei Wien.