Ein Märchen. Ein Ball. Ein verlorener Schuh. Doch in Sergei Vanaevs Ballett ist „Cinderella“ mehr als eine romantische Geschichte.
Die Musik schrieb Sergei Prokofjew während des Zweiten Weltkriegs. Das Ballett wurde 1945 in Moskau zum ersten Mal aufgeführt. Prokofjew wollte mit einem Märchen Hoffnung schenken. Gleichzeitig wollte er zeigen, dass das Leben nicht immer einfach ist.
Seine Musik erzählt die Geschichte mit viel Gefühl und Humor. Die bösen Stiefschwestern wirken oft komisch. Auch die Uhr spielt eine wichtige Rolle: Sie erinnert daran, dass die Zeit nicht stehen bleibt. Die Liebesgeschichte erzählt Prokofjew ehrlich und ohne Kitsch.
In Sergei Vanaevs Choreografie ist Cinderella eine junge Frau wie viele andere. Sie träumt von einem besseren Leben. Doch sie muss hart arbeiten und wird schlecht behandelt.
Durch den Tanz verändert sie sich. Aus Unsicherheit wird Mut. Aus Hoffnung wird Kraft. Beim Ball findet sie den Mut, ihren eigenen Weg zu gehen. Der Ball ist nicht nur ein großes Fest. Er ist der Moment, in dem Cinderella an sich selbst glaubt.
Am Ende bleibt ein Schuh zurück. Er erinnert daran, dass Glück manchmal ganz nah ist. Man muss nur den Mut haben, danach zu suchen.