Im kleinen Königreich Popo lebt König Peter. Er liebt Regeln, Ordnung und genaue Pläne. Sogar Gefühle sollen nach einem festen Kalender ablaufen. Auch sein Sohn, Prinz Leonce, weiß schon lange im Voraus, was er denken und träumen soll. Das macht ihn traurig und er langweilt sich. Doch als sich seine Freundin von ihm verabschiedet und weint, fühlt er fast gar nichts mehr.
Der König beschließt, dass Leonce die Prinzessin Lena aus dem Königreich Pipi heiraten soll. Doch Leonce möchte das nicht. Sein kluger Freund Valerio schlägt vor, gemeinsam nach Italien zu fliehen. Dort hoffen sie auf ein freieres Leben.
Auch Prinzessin Lena will nicht gegen ihren Willen heiraten. Deshalb flieht auch sie. Ihre Gouvernante begleitet sie.
Auf ihrer Reise treffen die beiden Paare aufeinander. Keiner sagt, wer er wirklich ist. Dadurch entstehen lustige Missverständnisse und überraschende Wendungen.
Freut euch auf eine witzige Geschichte über die Liebe und die seltsamen Regeln der feinen Gesellschaft.
Zum Autor:
Georg Büchner schrieb dieses Theaterstück mit nur 22 Jahren. Er wollte damit an einem Wettbewerb teilnehmen. Doch er gab den Text zu spät ab. Deshalb wurde das Manuskript ungeöffnet zurückgeschickt und das Preisgeld erhielt jemand anderes. Büchner überarbeitete das Stück später und vollendete es in seinem letzten Lebensjahr.
Leonce und Lena ist eine lustige und zugleich kluge Satire. Das Stück zeigt, wie sinnlos ein Leben voller Luxus und Macht sein kann, wenn Freiheit und echte Gefühle fehlen. Es greift außerdem die Ideen des Vormärz auf und kritisiert die Herrschenden und ihre Welt.