Seit 1889 studierte der 1875 geborene Maurice Ravel am Pariser Konservatorium – Gabriel Fauré war sein Professor für Komposition! In seiner Studienzeit verkehrte Ravel häufig im Salon von Winnaretta Singer, der er auch seine 1899 entstandene „Pavane pour une infante défunte“ widmete.
1910 orchestrierte Ravel sein Werk und beschrieb, dass es sich im Grunde nicht um eine Trauermusik handle, vielmehr sei es „eine Erinnerung an eine Pavane, die eine kleine Prinzessin in alter Zeit am spanischen Hof getanzt haben könnte“.
Nach seinem klassischen Musikstudium am Strasbourger Konservatorium mit den Hauptfächern Klavier und Violine wandte sich Emmanuel Séjourné dem Instrumentarium der Perkussion zu: Durch seinen Professor Jean Batigne entstand ein intensiver Kontakt zu zeitgenössischer Musik und Improvisation.
Nach Abschluss seiner Studien profilierte sich Séjourné als Interpret, als Professor für Keyboard-Perkussionsinstrumente und als Komponist. Er gilt als Spezialist für Marimba und Vibraphon – für diese beiden Instrumente entstand 2012 das Doppelkonzert: Nikita Marynychev und Ferdinand Reitberger, beide Musiker der Clara-Schumann-Philharmoniker, werden als Solisten dieses außergewöhnlichen Werkes zu hören sein.
1917 hatte Sergej Rachmaninow mit seiner Familie Russland verlassen und lebte seit 1918 in den Vereinigten Staaten von Amerika: Er galt als einer der begehrtesten Pianisten des Landes, in dem er aber nicht wirklich heimisch wurde.
Die „Sinfonischen Tänze“ entstanden vermutlich in dem Bewusstsein, die letzte Komposition zu sein: „ein letzter Versuch, der verlorenen Heimat ein Denkmal zu setzen“ – Rachmaninow bezeichnete sie nicht nur als seinen „letzten Funken“, sondern auch als sein bestes Werk!