Die Welt ist eine lächerliche. Lächerlich endlich. Welchen Sinn hat das Leben eines Einzelnen in Anbetracht der ausweglosen Lächerlichkeit des Weltzustandes? Warum nicht einfach zum Revolver greifen? Dem Leben ein Ende setzen? Oder existiert die Welt überhaupt nur im eigenen Kopf? Würde mit dem eigenen Leben alles Leben ausgelöscht? Angesichts der gegenwärtigen Weltlage durchaus zeitlose Fragen, die sich der lebensmüde Ich-Erzähler in Dostojewskis Erzählung stellt. Doch bevor er es schafft abzudrücken, schläft er ein. Im Traum entsteht eine Welt ohne Krieg und Klimakrise. Eine utopische Welt voller Liebe.
Sarah Grunert (Schauspiel Frankfurt/Main) inszeniert einen Monolog über das Verändern der Welt im Kleinen und über die unersetzliche Kraft des Träumens!
In der zweiten Hälfte von MONODRAMEN 10 träumt Luka von einem Leben als Schriftsteller. Doch Deutschland hat nicht auf ihn gewartet. Enttäuscht kehrt der gescheiterte Künstler zurück in seine kroatische Heimat, um als Hotel-Rezeptionist zu arbeiten. Strauchelnd zwischen verlorenen Illusionen, zunehmender Gleichgültigkeit und einem älteren Liebhaber trifft er seinen todkranken Vater wieder. Einen Vater, der seinen Sohn noch nie verstanden hat.
Der aufstrebende kroatische Autor Dino Pešut setzt sich in dem Roman »Daddy Issues« ironisch und humorvoll mit Herkunft, Klassenscham und Sexualität auseinander. Der Regisseur Demjan Duran erweitert den Stoff um biografische Anekdoten unseres neuen Ensemblemitglieds, dem serbisch-rumänischen Österreicher Adrian Djokić.