Lebensgefahr – Eltern haften für ihre Kinder. Der Wind saust durch die alten Gemäuer, das Holz ächzt. Hier oben in der Uskokenburg hausen die rote Zora und ihre Bande, denn nur hier leben sie in der Freiheit. Branko kennt das Lied über die tapferen Freiheitskampfer: innen der Burg und teilt als Waise das Leid der von der Stadt ausgestoßenen Kinderbande. Als er hungrig einen dreckigen Fisch von der Straße nimmt, wird er wegen Diebstahls sofort ins Gefängnis gesperrt. Die Leute aus der Stadt interessieren sich nicht für sein schweres Schicksal, nur die Rote Zora kommt ihm zur Hilfe. Als Teil ihrer Bande überlebt man leichter, doch es bleibt gefährlich: Wer Hunger hat, stiehlt wo er kann., selbst beim alten Gorian. ≫Nein! Kein echter Uskoke hatte je einen Armen bestohlen und auch keine Uskokin!≪, Branko weiß, was Unrecht ist und sagt Zora nicht selbst: ≫Uskoken helfen in der Not und halten zusammen ≪? Die Gymnasiasten, die Sohne und Tochter der Stadt, sind längst hinter ihnen her. Doch wer glaubt den Kindern, dass sie nun wirklich versuchen ehrlich zu leben? Die Leute von Senj sind nicht schlechter als anderswo, das Meer ist voller Fische, die Sommer sind warm. Doch wer sieht wirklich hin und hilft, wenn Kinder nicht wissen wohin? Die Geschichte über Ausgrenzung und Gesetzlosigkeit, aber auch Gemeinschaft und Verantwortung, ist ein Kinderbuchklassiker von Kurt Held. Zu seinem 130-jahrigen Geburtstag werden neben unseren JUPZ! Darsteller:innen auch junge Schauspieler:innen aus unseren Theaterspielclubs auf der Sommerbuhne stehen. Sie bringen die Geschichte zum Leben und sorgen für ein echtes Gemeinschaftsgefühl in unseren Städten.