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Als am 4. November 2011 ein Banküberfall in Eisenach letztlich scheiterte und ein Haus im Zwickauer Stadtteil Weißenborn explodierte, ahnte zunächst kaum jemand, dass dies zur Aufdeckung einer beispiellosen Serie des Rechtsterrorismus führen sollte. Während der mehr als 13 Jahre im Untergrund ermordeten die Terroristen des NSU (Nationalsozialistischer Untergrund) nach aktuellem Kenntnisstand zehn Menschen, verübten drei Bombenanschläge und 15 brutale Raubüberfälle.
Jahrelang wohnten die drei Täter in Zwickau, von hier aus brachen sie zu ihren Taten in ganz Deutschland auf. Dabei stützten sie sich auf ein Netzwerk in ganz Deutschland. Auch heute sind die Hintergründe und Strukturen des NSU nicht restlos aufgeklärt und keineswegs aufgearbeitet.
Zwickau gedenkt am 4. November, 15 Jahre nach der Selbstenttarnung, der Opfer des NSU. Das Gedenken soll dabei mehr sein als ein Rückblick. Erinnerung entfaltet ihre Wirkung dort, wo gesellschaftliche Verantwortung übernommen wird: in Politik, Institutionen und Zivilgesellschaft gleichermaßen.
Am 4. November finden folgende Veranstaltungen statt:
Der Critical Walk wird durch Offener Prozess gGmbH organisiert. Der Stadtrundgang widmet sich dem Terror des NSU-Komplexes. Der Rundgang führt zu ehemaligen Wohnorten des Kerntrios und Personen des Unterstützerkreises. Die kommunale Gedenkpolitik der Stadt Zwickau und zivilgesellschaftliche Initiativen werden beleuchtet. Am Erinnerungsort werden wir uns mit dem Leben und den Wünschen der Opfer beschäftigen. Es darf kein Vergessen geben. Der Startpunkt wird mit Bestätigung der Anmeldung mitgeteilt.
Die Gedenkveranstaltung im Dom sowie das Gedenken an den Gedenkbäumen ist eine Kooperation von Alter Gasometer e.V., Offener Prozess gGmbH und Stadt Zwickau.
Wir trauern um:
Ein respektvoller Umgang sowie die Achtung des Charakters der Gedenkveranstaltung wird von allem Gästen erwartet. Die Veranstaltenden können bei Verstößen im Rahmen ihres Hausrechts Personen von der Veranstaltung ausschließen oder den Zutritt verweigern. Näheres regeln die am Veranstaltungsort geltenden Bestimmungen.