Miyu Fukagawa  ¬ Vincenzo Vitanza <br /> 
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Max Pechstein bewegt (UA)
"Arbeiten! Rausch! Gehirn Zerschmettern!" ¬ Tanzstück von Annett Göhre ¬ Musik von Béla Bartók, Max Reger, Bryan Ferry u. a. ¬ ab 14 Jahren

Besetzung

Choreografie Annett Göhre 
Bühne Mireia Vila Soriano 
Kostüme Leah Lichtwitz  
Dramaturgie Hanna Kneißler  

Pechstein 1 Vincenzo Vitanza
Pechstein 2 Jeaho Shin 
Pechstein 3 Elliot Bourke 
Gerbig, Pechsteins Freund Julian Greene
Sehnsucht Jens Weber a. G.
1. Frau Pechsteins Shahnee Page
2. Frau Pechsteins Nicole Stroh 
Mädchen Miyu Fukagawa 
Bildfiguren, Gesellschaft, Sehnsuchtsbegleiter
Miyu Fukagawa ¬ Momoe Kawamura ¬ Shahnee Page ¬ Justine Rouquart ¬ Nicole StrohElliot Bourke ¬ Julian Greene ¬ Francesco Riccardi ¬ Jeaho Shin ¬ Vincenzo Vitanza 


Spieldauer ca. 1 Stunde 10 Minuten ohne Pause

2 Vorstellungen Plauen ¬ Kleine Bühne

Dienstag
07.04.
¬ 19:30 Uhr
-zum vorletzten Mal -
Online-Karten
Freitag
24.04.
¬ 19:30 Uhr
-zum letzten Mal - Online-Karten
Kartentelefon [03741] 2813-4847/-4848
Mail service-plauen@theater-plauen-zwickau.de

Zum Stück

Bald feiert er Weltpremiere in Zwickau: Wilfried Haukes Film Max Pechstein. Geschichte eines Malers. Aber Zwickau war nur eine der vielen Stationen im Schaffen dieses aufregenden Künstlers. Aufgewachsen in einer Zeit der immer rasanteren sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen, versuchte er, mit seiner Kunst ein neues Verhältnis zur Natur finden. Nach seinem Studium gehörte er zur Künstlergruppe Brücke, deren Mitglieder für ihre Arbeit häufig unberührte Landschaften aufsuchten. So reiste auch Pechstein 1914 auf die Palau-Inseln, die für ihn zeitlebens ein paradiesischer Sehnsuchtsort blieben. Anschließend führen seine Spuren auf die Schlachtfelder des Ersten Weltkriegs. Von den Nationalsozialisten als „entarteter Künstler“ gebrandmarkt, erhielt er 1933 Ausstellungsverbot. All diese Erfahrungen finden Niederschlag in seinen Bildern. Obwohl Hunderte von ihnen konfisziert, vernichtet oder bei Bombenangriffen zerstört wurden, reproduzierte Pechstein etliche Gemälde gegen Ende seines Lebens.
In ihrem Tanzabend entwickelt Ballettdirektorin Annett Göhre anhand von Pechsteins Bildern und Gedanken eine Hommage an eine Generation, die ihre Kunst bewusst gesellschaftlichen Konventionen entgegengestellt hat. Max Pechstein liebte das Tanzen; auf vielen seiner Bilder fing er die Bewegungsabläufe von Ball- und Varietétänzern ein oder stellte in seinen Akten das weibliche Schönheitsideal auf den Kopf. Diese in Form und Farbe gefasste Energie kehrt sich mit der Choreografie wieder in Bewegung um.

Pressestimmen

Eine ganz besondere Hommage [...]
[...] wobei musikalisch der Bogen von den 1920er-Jahren bis ins Heute gespannt wird und die Zuschauer angehalten sind, die Zeit von vor hundert Jahren zu reflektieren. Begünstigt wird das Gefühl vom Einssein über ein Jahrhundert hinweg von dem in Blau getauchten Bühnenbild, einer Projizierung von Pechsteins Bild "Tänzerin im Spiegel". Im Spiegel erblickt sich das gegenüber sitzende Publikum selbst und wird somit eins mit Pechsteins Sujet. [...]
Fern erscheinende politische Zustände holen mit der Choreografie zum Bild "Stürmische See" einen auf einmal ein und erlangen hochaktuelle Brisanz. [...]
Eingeblendete Zitate [...] setzen ein Statement für die Freiheit der Kunst und deren Offenheit für Andersdenkende. Gut, dass es in diesen stürmischen Zeiten feste Konstanten für den Künstler gab. Da ist etwa sein treuer Künstlerfreund Alexander Gerbig, der gleichbleibend als Symbol der Beständigkeit von Julian Greene getanzt wird, während gleich drei Tänzer (Vincenzo Vitanza, Jeaho Shin, Elliot Bourke) den Künstler selbst und damit dessen Zerrissenheit, seine Zweifel und seine ständige Selbstreflexion darstellen. Ausdrucksstark lässt Annett Göhre die drei Pechsteins über den Tanzboden flattern, miteinander agierend, Einssein und Auseinanderdriften. Als zweite starke und wohl überhaupt überzeugendste Figur des Stücks tritt die Sehnsucht (Jens Weber) auf den Plan. Gleich eines Satyrs aus der Mythologie lockt die Sehnsucht den Künstler zur innerlichen und äußerlichen Reise, zum Aufbruch in neue Welten. [...]
Ein surrealer Rausch für Auge und Ohr.
(Vogtlandanzeiger, 13.1.2020)
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Bald feiert er Weltpremiere in Zwickau: Wilfried Haukes Film Max Pechstein. Geschichte eines Malers. Aber Zwickau war nur eine der vielen Stationen im Schaffen dieses aufregenden Künstlers. Aufgewachsen in einer Zeit der immer rasanteren sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen, versuchte er, mit seiner Kunst ein neues Verhältnis zur Natur finden. Nach seinem Studium gehörte er zur Künstlergruppe Brücke, deren Mitglieder für ihre Arbeit häufig unberührte Landschaften aufsuchten. So reiste auch Pechstein 1914 auf die Palau-Inseln, die für ihn zeitlebens ein paradiesischer Sehnsuchtsort blieben. Anschließend führen seine Spuren auf die Schlachtfelder des Ersten Weltkriegs. Von den Nationalsozialisten als „entarteter Künstler“ gebrandmarkt, erhielt er 1933 Ausstellungsverbot. All diese Erfahrungen finden Niederschlag in seinen Bildern. Obwohl Hunderte von ihnen konfisziert, vernichtet oder bei Bombenangriffen zerstört wurden, reproduzierte Pechstein etliche Gemälde gegen Ende seines Lebens.
In ihrem Tanzabend entwickelt Ballettdirektorin Annett Göhre anhand von Pechsteins Bildern und Gedanken eine Hommage an eine Generation, die ihre Kunst bewusst gesellschaftlichen Konventionen entgegengestellt hat. Max Pechstein liebte das Tanzen; auf vielen seiner Bilder fing er die Bewegungsabläufe von Ball- und Varietétänzern ein oder stellte in seinen Akten das weibliche Schönheitsideal auf den Kopf. Diese in Form und Farbe gefasste Energie kehrt sich mit der Choreografie wieder in Bewegung um.

Pressestimmen

Eine ganz besondere Hommage [...]
[...] wobei musikalisch der Bogen von den 1920er-Jahren bis ins Heute gespannt wird und die Zuschauer angehalten sind, die Zeit von vor hundert Jahren zu reflektieren. Begünstigt wird das Gefühl vom Einssein über ein Jahrhundert hinweg von dem in Blau getauchten Bühnenbild, einer Projizierung von Pechsteins Bild "Tänzerin im Spiegel". Im Spiegel erblickt sich das gegenüber sitzende Publikum selbst und wird somit eins mit Pechsteins Sujet. [...]
Fern erscheinende politische Zustände holen mit der Choreografie zum Bild "Stürmische See" einen auf einmal ein und erlangen hochaktuelle Brisanz. [...]
Eingeblendete Zitate [...] setzen ein Statement für die Freiheit der Kunst und deren Offenheit für Andersdenkende. Gut, dass es in diesen stürmischen Zeiten feste Konstanten für den Künstler gab. Da ist etwa sein treuer Künstlerfreund Alexander Gerbig, der gleichbleibend als Symbol der Beständigkeit von Julian Greene getanzt wird, während gleich drei Tänzer (Vincenzo Vitanza, Jeaho Shin, Elliot Bourke) den Künstler selbst und damit dessen Zerrissenheit, seine Zweifel und seine ständige Selbstreflexion darstellen. Ausdrucksstark lässt Annett Göhre die drei Pechsteins über den Tanzboden flattern, miteinander agierend, Einssein und Auseinanderdriften. Als zweite starke und wohl überhaupt überzeugendste Figur des Stücks tritt die Sehnsucht (Jens Weber) auf den Plan. Gleich eines Satyrs aus der Mythologie lockt die Sehnsucht den Künstler zur innerlichen und äußerlichen Reise, zum Aufbruch in neue Welten. [...]
Ein surrealer Rausch für Auge und Ohr.
(Vogtlandanzeiger, 13.1.2020)
Choreografie Annett Göhre 
Bühne Mireia Vila Soriano 
Kostüme Leah Lichtwitz  
Dramaturgie Hanna Kneißler  

Pechstein 1 Vincenzo Vitanza
Pechstein 2 Jeaho Shin 
Pechstein 3 Elliot Bourke 
Gerbig, Pechsteins Freund Julian Greene
Sehnsucht Jens Weber a. G.
1. Frau Pechsteins Shahnee Page
2. Frau Pechsteins Nicole Stroh 
Mädchen Miyu Fukagawa 
Bildfiguren, Gesellschaft, Sehnsuchtsbegleiter
Miyu Fukagawa ¬ Momoe Kawamura ¬ Shahnee Page ¬ Justine Rouquart ¬ Nicole StrohElliot Bourke ¬ Julian Greene ¬ Francesco Riccardi ¬ Jeaho Shin ¬ Vincenzo Vitanza 


Spieldauer ca. 1 Stunde 10 Minuten ohne Pause