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Marie! Romy! Petra! (UA)
Tanzstück von Annett Göhre über Marie Curie, Romy Schneider und Petra Kelly ¬ ab 12 Jahren

Besetzung

Choreografie Annett Göhre 
Bühne/Kostüme Annett Hunger 

Tänzer*innen
Miyu Fukagawa, Yael Fischer, Momoe Kawamura, Melissa Panetta, Christina Schulz, Ekaterina Tumanova, Lorenzo Colella, Julian Greene, Mattia Serio, Lucien Zumofen 

Spieldauer ca. 80 Minuten ohne Pause


Zum Stück

Als Marie Curie ihren zweiten Nobelpreis erhält, ist Romy Schneider noch gar nicht geboren. Später wird sie nicht weniger berühmt und für eine ganze Generation Kinobesucher*innen zum Mythos werden. Zugleich leidet sie unter der schamlosen Durchleuchtung ihres Privatlebens und einem lebenslangen Prinzessinnen-Image. Für Petra Kelly hingegen waren weibliche Reize nie ein Thema. Als Gründungsmitglied der Grünen prägte sie eine Politik, die das globale Geschehen fokussierte: Friedensbewegung, Menschenrechte, Umweltschutz und Anti-Atompolitik. Mit internationalem Studienabschluss standen ihr in den 1970er-Jahren andere Wege offen als Marie Curie, die lange unter unzulänglichen Bedingungen forschte, bis sich ihre Erkenntnisse über Radioaktivität in den männerdominierten Naturwissenschaften durchsetzten. Drei Frauen, drei Berufsfelder und drei Todesfälle, deren mediale Aufmerksamkeit die immensen Leistungen der Protagonistinnen teilweise verdrängte. Sie verbindet eine bedingungslose Hingabe an ihre Arbeit und visionäre Ziele, denen sie sich – häufig ohne Rücksicht auf ihre Gesundheit – verschrieben. Bis heute haben ihre Lebensthemen eine große Strahlkraft behalten. Annett Göhres Choreografie spürt der Stärke, Zerbrechlichkeit und den Widersprüchen dieser drei Persönlichkeiten nach. Dazu erklingt Musik, die ausschließlich von Frauen geschrieben oder interpretiert wurde.



Presse

„Die nur zehn Tänzerinnen und Tänzer der Company leisten Großes. Sind emotional, stilistisch, technisch voll gefordert und liefern, dass es eine Freude ist. Das ist feministisches Tanztheater, das unserer Welt den Spiegel vorhält, ernsthaft und augenzwinkernd.“
Wolfgang Schilling/ MDR am 28.01.2022

„[Annett Göhre] formuliert aus, bringt alles Wesentliche der Frauen auf die Bühne: Curies Forscherdrang, Durchhaltewille und Erfolg mit präzisen, kleinteiligen Bewegungen bis zum kraftvollen Tanz. Romy Schneiders Kämpfe, aber auch ihre Lust am Spiel als Mädchen, Femme fatale und elegante Frau. Und Kellys Ruhelosigkeit mit rasend schnellen Bewegungsabläufen."
Freie Presse, 31.01.2022

"Alle drei [Frauen] haben Fantastisches zustande gebracht und nährten gleichwohl selbstzerstörerische Impulse: Curies bohrende Neugier in Sachen Radioaktivität endete mit Krebsfraß, Schneider und Kelly scheiterten am Widerstreit zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Diese Ambivalenzen leuchtet Göhre aus, und zwar im Zusammenspiel mit einem großartigen Ensemble, das ihre direkte, technisch fordernde und zugleich psychologisch kondensierte Tanzsprache perfekt ausbuchstabiert."
Dorion Weickmann, Tanz 3/22

"Annett Göhre und Annett Hunger haben gemeinsam mit der Compagnie hinter den geheimen, bergenden Vorhang dreier Persönlichkeiten geblickt und dort Unsagbares und Unausgesprochenes vorgefunden. Ihr Tanztheater verdreht dem Betrachter den Kopf, weil es sich dem verdolmetschenden Wort, einer Anschauung bis auf den Grund entzieht, weil sich die Innenwelten jener Frauen nicht beschreiben und ausdeuten lassen, sondern sich dem Gespür, der Anteilnahme und Vermutung öffnen mit der Fühlbarkeit eines Atemzuges oder Zwischentons, eines Augen-Blicks."
Michael Thumser, Hochfranken-Feuilleton, 03.03.22
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Als Marie Curie ihren zweiten Nobelpreis erhält, ist Romy Schneider noch gar nicht geboren. Später wird sie nicht weniger berühmt und für eine ganze Generation Kinobesucher*innen zum Mythos werden. Zugleich leidet sie unter der schamlosen Durchleuchtung ihres Privatlebens und einem lebenslangen Prinzessinnen-Image. Für Petra Kelly hingegen waren weibliche Reize nie ein Thema. Als Gründungsmitglied der Grünen prägte sie eine Politik, die das globale Geschehen fokussierte: Friedensbewegung, Menschenrechte, Umweltschutz und Anti-Atompolitik. Mit internationalem Studienabschluss standen ihr in den 1970er-Jahren andere Wege offen als Marie Curie, die lange unter unzulänglichen Bedingungen forschte, bis sich ihre Erkenntnisse über Radioaktivität in den männerdominierten Naturwissenschaften durchsetzten. Drei Frauen, drei Berufsfelder und drei Todesfälle, deren mediale Aufmerksamkeit die immensen Leistungen der Protagonistinnen teilweise verdrängte. Sie verbindet eine bedingungslose Hingabe an ihre Arbeit und visionäre Ziele, denen sie sich – häufig ohne Rücksicht auf ihre Gesundheit – verschrieben. Bis heute haben ihre Lebensthemen eine große Strahlkraft behalten. Annett Göhres Choreografie spürt der Stärke, Zerbrechlichkeit und den Widersprüchen dieser drei Persönlichkeiten nach. Dazu erklingt Musik, die ausschließlich von Frauen geschrieben oder interpretiert wurde.

„Die nur zehn Tänzerinnen und Tänzer der Company leisten Großes. Sind emotional, stilistisch, technisch voll gefordert und liefern, dass es eine Freude ist. Das ist feministisches Tanztheater, das unserer Welt den Spiegel vorhält, ernsthaft und augenzwinkernd.“
Wolfgang Schilling/ MDR am 28.01.2022

„[Annett Göhre] formuliert aus, bringt alles Wesentliche der Frauen auf die Bühne: Curies Forscherdrang, Durchhaltewille und Erfolg mit präzisen, kleinteiligen Bewegungen bis zum kraftvollen Tanz. Romy Schneiders Kämpfe, aber auch ihre Lust am Spiel als Mädchen, Femme fatale und elegante Frau. Und Kellys Ruhelosigkeit mit rasend schnellen Bewegungsabläufen."
Freie Presse, 31.01.2022

"Alle drei [Frauen] haben Fantastisches zustande gebracht und nährten gleichwohl selbstzerstörerische Impulse: Curies bohrende Neugier in Sachen Radioaktivität endete mit Krebsfraß, Schneider und Kelly scheiterten am Widerstreit zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Diese Ambivalenzen leuchtet Göhre aus, und zwar im Zusammenspiel mit einem großartigen Ensemble, das ihre direkte, technisch fordernde und zugleich psychologisch kondensierte Tanzsprache perfekt ausbuchstabiert."
Dorion Weickmann, Tanz 3/22

"Annett Göhre und Annett Hunger haben gemeinsam mit der Compagnie hinter den geheimen, bergenden Vorhang dreier Persönlichkeiten geblickt und dort Unsagbares und Unausgesprochenes vorgefunden. Ihr Tanztheater verdreht dem Betrachter den Kopf, weil es sich dem verdolmetschenden Wort, einer Anschauung bis auf den Grund entzieht, weil sich die Innenwelten jener Frauen nicht beschreiben und ausdeuten lassen, sondern sich dem Gespür, der Anteilnahme und Vermutung öffnen mit der Fühlbarkeit eines Atemzuges oder Zwischentons, eines Augen-Blicks."
Michael Thumser, Hochfranken-Feuilleton, 03.03.22